UNIX - Solaris - Solstice Disk Suite


Solaris bringt eine eigenes Volumemanagement mit. Die Solstice Disk Suite.

Bei Solaris 8 musste man diese noch nach installieren, bei Solaris 9 ist sie mit dabei.

Mit der SDS lassen sich nicht nur RAID 0, RAID 1 oder RAID 5 konstrukte bauen, sondern auch sogenannte Disksets erstellen. Die Disksets sind im Umfeld einer HA (High-Available) Lösung unabdingbar und machen den Einsatz von Veritas quasi überflüssig.

Ich habe nun mehrere solcher HA Lösungen mit der SDS gebaut und die rennen super gut. Die teuren Lizenzen von Vertias kann man sich sparen, sofern man in der Position ist das entscheiden zu dürfen.

Die folgenden Abschnitte hier soll nun die Funktionen der SDS etwas verdeutlichen.

Die Sun Solaris Solstice Disksuite (SDS) kann ausschliesslich lokal angebundene Festplatten verwenden. Wobei es jedoch keine Rolle spielt ob diese via SCSI, FC-AL oder via EMC FC angeschlossen sind. Und ja, es geht auch mit IDE Devices. Was nicht geht, sind Kreationen die via NFS, SMB gemountet werden, bzw. sind. Das Funktioniert nicht ! Auch wenn man sich auf den Kopf stellt. iSCSI wird quasi lokal gegen den SCSI Treiber geroutet und sollte von daher auch Funktionieren, jedoch hab ich keine iSCSI Devices zu Testen, von daher ist das eine rein logische Vermutung.

Die SDS bildet sogenannte Volumes die man im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Metadevice bezeichnet. Meta kommt von den ganzen Programmnamen, die heissen alle meta.... Die Metadevices selbst tauchen dann im /dev/md Verzeichniss auf. Das Verzeichniss wird von der SDS dynamisch verwaltet. Es sind also keine devfsadm's nötig.

Die /dev/md/rdsk/... sind dann die RAW Devices, die sich zum Formatieren via newfs eignen. Wohingegen die /dev/md/dsk/... Devices zum Mounten ganz prima machen. Metadevices haben immer ein Namen der mit einem kleinem d beginnt und mit eine Nummer folgt. Ein Beispiel eines Metadevice wäre /dev/md/dsk/d10 zum Beispiel.