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RAID 1 / Mirror - Root Volume

Um ein SDS RAID 1 (Mirror) auf ein bereits vorhandenes ROOT Volume zu spielen, ist etwas Vorsicht angesagt. Anderst ist es auch überhaupt nicht möglich.

Voraussetzung

Voraussetzung ist das es zwei Slices gibt die Identisch sind und auf verschiedenen Platten liegen. Ich setze voraus das es sich um c0t0d0s0i (Master) und c1t1d0s0 (Slave) handelt !

Einkapseln

Als erstes müssen beide Slices wieder eingekapselt werden (Siehe RAID 1 Beschreibung)
Wichtig ist aber nun der Parameter -f weil das Volume ja gerade benutzt wird. Das gilt überings bei allen benutzen Volumes !
# metainit -f d1 1 1 c0t0d0s0
# metainit d2 1 1 c1t1d0s0
Soweit so gut ...

RAID 1 Hälfte

Jetzt bauen wir das RAID 1 Device und geben ihm zuerst die MASTER Platte
# metainit d0 -m d1
Sofern man nun mehrere Slices die in Benutzung sind so aufbauen will, kann man erst einmal alle so weiter machen. z.B. /var und so ...

Umschreiben der Mountpoints

ACHTUNG !

NUR BEIM ROOT (/) VOLUME
startet man nun das metaroot Programm

# metaroot d0
Das Programm verbiegt in der /etc/vfstab das Device und Programmiert auch gleich das EEProm um

Für alle anderen Filesysteme die in Benutzung sind schreibt man nun die Gerätedateien in der /etc/vfstab auf die neuen Mirror Devices um. Aus dem /dev/rdsk/c0t928d0s871 ... bla für /var .B. wird dann ein /dev/md/rdsk/d4711. Natürlich das normale /dsk/ nicht vergessen.

Reboot / um-mounten

Der Reboot ist beim Umschreiben des ROOT (/) Volumes zwingend erforderlich. Andere Slices die in Benutzung sind, z.B. /var können im laufenden Betrieb umgebaut werden. Dazu force umount und ein mount mit Mirror Device hinterher.

Beim Reboot kommen ein paar Fehlermeldungen. Die in etwa so aussehen :
genunix: [ID 370176 kern.warning] WARNING: forceload of misc/md_trans failed
Keine Angst ! Das ist normal. Wenn man kein Transaction Device, oder keine Hotspare oder kein Raid 5 benutzt kommen entsprechende Warnungen. Das ist OK

Nachdem Reboot kann man mit df oder mount sehen das das System nun anstatt der Hardware Platten nun die SDS Devices hält.

Zweite Hälfte

Als letztes fügt man nun dem Spiegel die andere Hälfte hinzu. Mann sollte aber unbedingt vermeiden alle gleichzeitig hinzuzufügen, es sei denn man will die Festplattenköpfe Testen .... also nur hintereinander ...
# metaattach d0 d2

Fertig ?

Konfiguration Failover Boot

Wenn nun die Slave Platte brennt bootet das System noch. Geht aber die Masterplatte baden kann das OBP nicht mehr Booten, weil es die Platte nicht sieht. Um dem abzuhelfen muss man im OBP ein Alias auf die zweite Platte legen und es in der Bootreihenfolge mit eintragen.

Als erstet muss man den physikalischen Path sich raussuchen :

# ls -l /dev/rdsk/c1t1d0s0
lrwxrwxrwx 1 hmpf ounk 74 Wed 1 2213 /dev/rdsk/c1t1d0s0 ->
../../devices/pci@9,600000/SUNW,qlc@2/
fp@0,0/ssd@w21000004cffcf99f,0:a,raw
Den muss man nun im OBP eintragen und konfigurieren. Sollte die Maschine gerade nix tun, kann man es an der Konsole im laufenden Betrieb machen. Die Maschine ist dann aber OFFLINE. Aber es müsste auch über das Programm eeprom gehen
ok nvalias rootmirror /pci@9,600000/SUNW,qlc@2/
fp@0,0/ssd@w21000004cffcf99f,0:a,raw

ok printenv boot-device
boot-device = mydisk
ok setenv boot-device mydisk rootmirror
Ende ...

Jetzt fertig ?

Klar :-)

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Last Modificated : 04.Apr 2007 20:07 CEST